Projekttage an der Kurpfalzschule

Vom 25.-27.5.2011 fanden an der Kurpfalzschule Projekttage statt. Das Thema, das drei Tage lang über dem alten Gebäude in der Schäfergasse schwebte, lautete „Kreative Kurpfalzschule“. Anstatt normalen Unterrichts, konnten sich die Kinder ganz intensiv mit einem Projekt ihrer Wahl beschäftigen. Kunstprojekte, Kochen, Geschichtliches, Naturerlebnisse, Forschen und Musik – für jeden Kindergeschmack war etwas dabei und die Wahl fiel oft schwer. Schüler und Lehrerinnen hatten drei erlebnis- und arbeitsreiche Tage, die am letzten Tag in einer nachmittäglichen Projektpräsentation für die Eltern beendet wurden. Wer eine Erinnerung an die Projekt-Tage haben wollte, konnte ein Projekt-Zeitung erstehen, die von Veiner Projekt-Gruppe eigens über die Projekt-Tage geschrieben wurde. Aber auch ohne eine Zeitung werden alle Beteiligten die Projekttage in bester Erinnerung haben, denn am Enden war Kindern, Eltern und Lehrern klar: Schön war’s!

 

Cornelia Pardall 

 

Die einzelnen Projekte - Berichte und Bilder

Leben wie die Waldmenschen Klasse 1a

Am Mittwoch bauten wir im Wald in der Nähe des Stifts Neuburg in Ziegelhausen in Kleingruppen Waldbehausungen mit Unterstützung von Müttern. Wir sammelten kleine Stöcke, die wir am Donnerstag in Gruppenarbeit zu kleinen Behausungen zusammen stellten und steckten. Zur Befestigung auf dem Pappeboden verwendeten wir Knet. Mit Schnur banden wir oben die Stöcke zusammen. Anschließend schrieben die Kinder einen kleinen Text dazu und stellten noch Werkzeuge und Spielzeuge für die Waldmenschen her. 

 

Projekt Wald Klasse 1b

Gemeinsam mit den Vorschulkindern der Kita Hegichstraße machten sich die Kinder der Klasse 1b auf zum Bierhelderhof, um dort den Wald zu erkunden. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten sich alle gestärkt daran, zusammen mit zwei Waldpädagogen vom Forstamt Heidelberg Spuren von Tieren des Waldes zu erforschen. Unglaublich, was es beim näheren Hinsehen so alles zu entdecken gab: rote Waldameisen bei der Arbeit, ein Rehbett, Spinneneier, Nagespuren von Waldtieren und sogar den Eingang zu einem Fuchsbau! So ging der Tag im Wald leider viel zu schnell zu Ende.

 

Auch am zweiten Projekttag besuchten die Vorschulkinder die Klasse 1b. Gemeinsam wurde viel gebastelt und gespielt. 

Am letzten Tag stellten die Schülerinnen und Schüler der ersten Klasse  nochmals ihr Können und ihre Kreativität unter Beweis. Es entstanden tolle Wald-Mobiles, die mit den mitgebrachten Fundstücken aus dem Wald dekoriert wurden. Bei der Präsentation konnten sich alle Eltern und Freunde davon überzeugen und zusätzlich ihr Wissen zum Thema "Wald" mithilfe von Quizfragen, die die Kinder sich ausgedacht hatten, unter Beweis stellen. Das Projekt und die Zusammenarbeit mit den Vorschulkindern fand großen Anklang und hat allen großen Spaß gemacht! 

 

Miriam Nessler

 

Projekt Kleine Objekte aus Alltagsmaterial

Zunächst inspiriert durch Bildbetrachtungen einiger Werke der Wegbereiter der abstrakten Skulptur, z.B. der Bildhauer Henry Moore und Hans Arp, konnten die Kinder später eingehüllt in "Tanzsäcke" die abstrakten Formen "am eigenen Leib" nachempfinden und durch Bewegung Ausdruck verleihen. Mit jeder Bewegung, mit jeder Drehung entwickelte sich eine neue Form. 

Im experimentellen Umgang mit Form, Farbe und Material entstanden im Verlaufe der drei Vormittage Objekte aus Alltäglichem, wie Draht, Kunststoff, Gummi, Holz, Gips, Glas, Papier, Pappe und Farbe. 

Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt; die Kinder ließen sich beim Arbeiten vom Material, ihren Gefühlen und ihrer Kreativität leiten.

 

Zwei kleine Video-Clips dazu gibt es auf Galerie 2  (unter Filme, untere Hälfte der Seite)

 

W. van de Laar

 

 

Projekt Zeitung

Drei Tage lang waren die Projekt-Reporter in der Kurpfalzschule unterwegs, um Stoff für die Projekt-Zeitung zu sammeln. Ausgestattet mit Aufnahmegeräten und Presse-Ausweisen führten die Reporter-Teams Interviews, machten Fotos und besuchten alle Projekte. Einen ganzen Tag lang wurden dann die Interviews verschriftlicht, Berichte über die Projekte geschrieben und Fotos ausgesucht. Am letzten Tag war es so hektisch, wie man es sich bei einer richtigen Zeitung vorstellt: 300 Exemplare sollten gedruckt und gebunden werden. Die Projekt-Reporter mussten richtig arbeiten! Aber die Arbeit hat sich gelohnt und am Ende konnte die Projekt-Gruppe stolz die gelungen Projekt-Zeitung mit 48 Seiten in den Händen halten und an Eltern, Lehrer und Kinder verkaufen. Eine schöne Erinnerung an die Projekttage!

 

Cornelia Pardall

 

Projekt Papierwerkstatt

In der Papierwerkstatt haben die Kinder einiges über die Geschichte des Papiers und die Papierherstellung gelernt. Im Mittelpunkt stand aber das eigenhändige Schöpfen von Papier aus zerrissenen und eingeweichten Zeitungen, Eierschachteln und Servietten. Außerdem wurde Papier marmoriert und daraus Schmuckkarten hergestellt.

 

Isolde Fogel

 

Miro Werkstatt

Der Künstler Miró war das Thema der Klasse 1c. Die Kinder waren von Beginn an begeistert von den bunten Farben und den phantasievollen Figuren des Malers. Bei den ersten Versuchen während der Vorbereitung des Themas fingen besonders die Kinder, die dem Fach Kunst eher kritisch gegenüberstanden, schnell Feuer, da es diesmal nicht auf Perfektion ankam, sondern im Gegenteil alles schief und krumm sein durfte und gerade daraus die Wirkung entstand, die das Vorbild ausmacht. Die Klassenlehrerin nahm die Gelegenheit wahr und lud hierzu die neuen Schulanfänger der Kindertagesstätte Adolf-Engelhardt-Straße ein, am Projekt  teilzunehmen. So kamen zu den 21 Erstklässlern noch 16  Kindergartenkinder hinzu. Alle wurden jahrgangsübergreifend in drei Gruppen  eingeteilt, die zwei Erzieherinnen und die Lehrerin jeweils leiteten. Hier wurden Steine bemalt, Buchstabenbilder mit verschiedenen Materialien gestaltet , Mobilés  gebastelt, ein großes Gemeinschaftsbild kreiert und ein Miró-Mann gemalt. Besonders freuten sich die Kinder über das große Interesse der Eltern bei der Präsentation und die Würdigung ihrer Kunstwerke.

 

Michaela Kobes

Projekt Mobile XXL

In dem Projekt „Fliegende Fische- Mobiles XXL“ gestalteten die SchülerInnen, angeregt durch eine Geschichte, eine Unterwasserwelt auf unterschiedliche Art und Weise.

Aus Peddigrohr und Pappmaché kreier­ten sie fantasievolle Fische, welche mit Acrylfarben bemalt und mit Stoff­resten beklebt wurden.

Befestigt an Bambusstäben schwebten die „Flie­genden Fische“ durch die Bäume des Schulhofes.

Darüber hinaus gestalteten die Kinder, in Anlehnung an den Künstler Alexander Calder, Draht-Mobiles. Hierzu bogen sie Draht in eine ge­wünschte Form und verliehen ihren Fischen durch Holzperlen, Knöpfe, Stoff, etc. ein individuelles Muster.

Zusätzlich dazu bemalten die SchülerInnen in Gruppenarbeit die Rück­seite einer alten Landkarte. Es entstand ein großes gemeinschaftliches Unterwasserbild.

Die gesamten „Kunstwerke“ wurden im Schulhof ausgestellt.

 

Julia Kari

Projekt Hexen

Im Projekt Hexen hexen bastelten die kleinen Hexen und Hexer alles, was eine Hexe so braucht: einen Hexenhut, einen Zauberstab, dazu ein Hexenbuch mit Zaubersprüchen, eine Hexenkette und ein Amulettbeutelchen. Mit selbstgemachten „Wahrsagedosen“ konnten sie die Zukunft voraussagen. Sie lernten welche Tiere für die Hexe von Bedeutung waren. Sie erfuhren viel über Hexen und dass diese eigentlich weise Frauen waren, die ein großes Wissen über Heilkunde besaßen. Die Kinder fühlten sich dann wie richtige Kräuterhexen als sie einen „Magenhexentee“ und eine „Lavendelhexenseife“ herstellten.

 

Monika Verma